10 Eigenschaften, die einen Menschen liebenswert machen

wie wird man beliebter und liebenswert? Gruppe von Freunden

Stell dir kurz folgende Situation vor:

Du kommst morgens ins Büro und alle deine Kollegen begrüßen dich mit einem enthusiastischem „Guten Morgen! Wie gehts dir?“. Jeder, der dir auf deinem Weg zu deinem Arbeitsplatz begegnet, lächelt dich an, klopft dir auf die Schulter und gibt dir das Gefühl der Rock Star deiner Firma zu sein. Jeder ist dir gut gesonnen und dein Chef liebt dich.

Genau so sieht dein Tagesablauf aus, wenn du eine liebenswerte Person bist. Okay, es mag an der ein oder anderen Stelle etwas überzogen sein aber im Große und Ganzen ist das doch ein motivierender Start in den Tag, oder?

Wenn sich das für dich anhört wie etwas, dass dir wahrscheinlich nie im Leben passieren wird, lass mich dich daran erinnern, dass Sozialkompetenzen oder Social Skills, wie viele andere Fähigkeiten auch, lernbar sind.

Mit ein klein wenig Übung, kannst auch du sie meistern und zum beliebten Kollegen werden und am Ende des Tages mit einem lächeln im Gesicht nach Hause gehen, um dein erfülltes soziales Leben zu feiern.

Was macht Menschen liebenswert oder beliebt?

Es gibt ein paar Eigenschaften, die bei den meisten liebenswerten Menschen (wir setzten den Begriff beliebt in diesem Zusammenhang mit liebenswert gleich) zu finden sind. Wenn du sie dir verinnerlichst, wirst auch du demnächst die Person sein, mit der alle Leute zum Mittagessen gehen oder sich auf ein Feierabendbier treffen wollen.

1. Sie sind nicht unsicher

Liebenswerte Menschen gehen in jede Konversation mit dem Gedanken: „Ich wette ich komme mit der anderen Person super zurecht. Ich sollte sie wirklich besser kennenlernen.“ Sie gehen mit einer positiven Grundeinstellung in ein Gespräch und das merkt der Gegenüber sofort.

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2. Sie sind authentisch

Beliebte Personen versuchen nie jemand zu sein, der sie nicht sind. Wenn du etwas nicht weißt, gib es zu. Wenn du mit jemandem mal nicht einer Meinung bist, grinse nicht und tu so als wärst du der gleichen Meinung. Stattdessen, gib zu, dass du die Sache anders siehst aber mache deinen Gegenüber deshalb nicht nieder. Akzeptiere seinen Standpunkt und seine Erfahrungen und verweise darauf, dass du eventuell andere Erfahrungen gemacht hast.

3. Sie verurteilen nicht

Wenn du voreingenommen bist, werden es die Leute merken. Sogar wenn du lächelst und versuchst dich zu verstellen, werden die Leute spüren, dass du in Wirklichkeit ein anderes Bild von ihnen hast.

Statt in anderen nur das Gute oder das Schlechte zu sehen, versuch zu verstehen, dass jeder das Recht auf seine eigene Meinung, seine eigenen Entscheidungen und Fehler hat.

Liebenswerte Personen nehmen die Menschen wie sie sind. Mit allen ihren Ecken und Kanten, ohne über sie zu urteilen oder Ihnen ihre moralischen Vorstellungen aufzudrängen.

4. Sie sind positiv

Negativität bestimmt unser Leben. In den Nachrichten, in Gesprächen und auf Facebook sind es fast immer die negativen Meldungen, die die Schlagzeilen bestimmen. Sei eine positive Stimme in einer Welt, in der das Negative überwiegt. Wenn du positiv gestimmt bist, ist es eine Freude mit dir zu reden und die Menschen werden eher deine Nähe suchen als wenn du wie der Grummel-Schlumpf „Muffi“ den ganzen Tag ein Miesepetergesicht ziehst.

5. Sie konkurrieren nicht

Unterhaltungen sind kein Wettbewerb. Beliebte Personen versuchen nicht, die Geschichte eines anderen zu überbieten.

„MEIN Urlaub war noch viiiiiel besser!“

Stattdessen versuchen sie, tiefgründigere Unterhaltungen entstehen zu lassen, indem sie sich aufrichtig für die Erfahrungen und Erlebnisse des Anderen interessieren.

6. Sie liefern Mehrwert

Wenn du mit jemandem eine Unterhaltung führst und dir dein Gesprächspartner sagt, dass er keine Weihnachtsgeschenk für seinen Partner findet, sagst du dann, wie schrecklich du Weihnachten und die ganze Schenkerei findest oder hilfst du ihm dabei sein Problem zu lösen?

Die Menschen um uns herum haben alle ihre kleinen Alltagsprobleme, bei denen sie Unterstützung sehr schätzen würden. Doch meistens sind wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt und merken gar nicht, dass wir einem anderen eventuell mit einfachen Mitteln weiterhelfen können.

Wenn du merkst, dass dein Gegenüber ein Problem hat und dich bemühst ihm bei der Lösung zu helfen, wirst du nicht einen Menschen glücklich machen und sympathischer wirken, du kannst auch davon ausgehen, dass er sich bei Gelegenheit revanchieren wird. So besagt es das Gesetzt der Reziprozität.

7. Sie belassen es nicht bei Small Talk

Small Talk führt nicht zu langfristigen Beziehungen zwischen Menschen und macht dich auch nicht zu einer liebenswerteren Person. Es ist die Oberflächlichste aller Dialogformen. Liebenswerte Menschen vermeiden Small Talk oder verwandeln ihn in tiefgründigere Unterhaltungen. Sie schaffen dies, indem sie sich aufrichtig für die Person interessieren, mit der sie sich unterhalten. Sie stellen Fragen um die andere Person besser zu verstehen und geben ehrliches Feedback.

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8. Sie berühren die Menschen

Schulterklopfer, Hände schütteln und in manchen Fällen auch mal eine Umarmung führen dazu, dass sich Personen wertgeschätzt und gemocht fühlen. Berührungen eliminieren die physikalische Barriere und damit auch die emotionale Barriere. Es mag sich zwar etwas merkwürdig anfühlen aber die Kunst der Berührung ist ein sehr mächtiges Werkzeug zur Beeinflussung von Menschen. Studien belegen, dass Kellner die Ihre Gäste leicht an der Schulter oder am Arm berühren, durchschnittlich 37% mehr Trinkgeld bekommen.

Der Psychologo Dr. Richard Wiseman fand heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, dass einen eine fremde Person sympathisch findet, durch eine leichte Berührung um 62% gesteigert wird. Das liegt vor allem daran, dass wir uns in der Regel nur von Personen lassen, die wir auch wirklich sympathisch finden. Das Gehirn wird hierbei also überlistet. „Wenn mich die Person berührt, muss sie ja sympathisch sein“.

Aber Vorsicht: Nicht jeder mag es, berührt zu werden. Man sollte mit dieser Taktik vorsichtig umgehen und es nicht übertreiben. Eine kurze Berührung seitlich an der Schulter, ist für den „ersten Kontakt“ besser geeignet als eine Umarmung.

9. Sie halten sich nicht zurück

Beliebte Menschen haben eine Menge Freunde und Kontakte. Das ist kein Zufall.

Sie gehen vor die Tür, treffen neue Leute, führen Gespräche, lassen sich Kontaktdaten geben und melden sich auch mal zurück. Du kannst nicht beliebter werden ohne neue Menschen kennenzulernen. Du musst deine Komfortzone verlassen und neue Beziehungen aufbauen und an ihnen arbeiten.

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10. Sie mögen andere Menschen

Jeder von uns hat auch mal gerne seine Ruhe und denkt sich „Bloß nicht der oder die schon wieder“. Aber im Kern sind die meisten Menschen liebenswerte Personen. Sie sorgen sich um andere, haben genauso Ängste, Wünsche und Hoffnungen wie wir auch. Es sind die unterschiedlichen Erfahrungen, die uns in gewissen Situationen unterschiedlich reagieren lassen. Wer grundsätzlich mit offenen Armen (metaphorisch gesprochen) auf andere zugeht, wird schnell neue Freunde finden und zu einer liebenswerten Person werden.

Niemand ist von Geburt an gut oder schlecht, beliebt oder unbeliebt. Es kommt immer darauf an, wie wir anderen Menschen begegnen. Ob wir ihnen das Gefühl geben, sie wert zu schätzen oder ihnen die kalte Schulter zeigen. Ob wir sie von oben herab behandeln oder auf sie eingehen. Ob wir ihre Probleme ignorieren oder ihnen Hilfe anbieten. All das prägt das Bild, welches sich andere Menschen von uns machen.

Wie siehst du das? Wann bist du zum letzten Mal einem Menschen begegnet, den du liebenswert fandest? Wodurch ist das Gefühl entstanden? Was hat diese Person gesagt oder getan, damit dieses Gefühl entstanden ist?

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Bild: Pressmaster/shutterstock.com


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