7+1 Trick, um die interessanteste Person in jedem Raum zu werden

7tricks-um-interessanteste-person-zu-werdenWas ist der Schlüssel zum Erfolg? Wir wollen, dass sich die Menschen an uns erinnern, dass die Leute mit uns sprechen und sogar mit uns befreundet sein wollen.

In Meetings wollen wir, dass Leute sich für uns und unsere Ideen interessieren.

Auf Netzwerkveranstaltungen wollen wir, dass die Leute sich an uns und unseren Namen erinnern.

Auf Partys wollen wir, dass die anderen sich für unsere Persönlichkeit interessieren.

Denke an die interessanteste Person die du kennst, die Person mit dem meisten Charisma. Es ist als wenn diese Menschen einen Raum betreten und sofort mit jedem Anwesenden befreundet wären.

Also, wie wird man eine solche Persönlichkeit?

1. Sei nicht langweilig 

Manchmal ist es wichtiger, eine gute Verteidigung zu haben als eine brillante Offensive.

Das wohl größte Gebot der Unterhaltungen ist:

Richte keinen Schaden an!

Wir sind alle (leider) unglaublich schlecht darin zu erkennen, wann wir andere langweilen. Klar, ich meine für uns ist es ja eine interessante Geschichte und außerdem sind wir ja auch eine außerordentlich faszinierende Persönlichkeit 😉 . 

Scott Adams sagt dazu:

Sei kurz, sei positiv.

Wenn du immer auf den Punkt kommst und dabei optimistisch bleibst, wird es extrem schwierig für irgendwen, dich als schlechte Gesellschaft zu empfinden.

Wie kann man jemandem mit einem ehrlichen und glücklichen Lächeln widerstehen? 

2. Sei ein guter Zuhörer

Andere zu beeindrucken kann sehr viel Spaß machen und ist sogar manchmal wichtig und notwendig. Jedoch endet es meist in einem Statuskampf, einem Ein-Man(n)-Monolog, und schlussendlich mit Neid (mindestens auf einer Seite).

Menschen sprechen unglaublich gerne über sich selber und daher gibt es genügend Bedarf für gute Zuhörer. Lass deinen Gegenüber sprechen. Sie/Er wird es euch danken! Wenn wir über uns selber reden bekommen wir einen ähnlichen Glücksrausch, wie durch gutes Essen oder Geld.

„Über uns selber zu reden – sei es in einer persönlichen Konversation oder durch soziale Medien wie Facebook oder Twitter – löst das gleiche Gefühl des Vergnügens im Gehirn aus wie Essen oder Geld … [Barking Up the Wrong Tree].

Du kannst mit wenigen Worten bereits einen exzellenten, bleibenden Eindruck hinterlassen. Ironischer Weise mögen wir die Menschen am meisten, die häufig am wenigsten sagen.

Also, pack dein Smartphone tief in die Tasche, wenn du das nächste mal mit jemanden sprichst und höre wirklich zu.

3. Sprich über die Interessen deines Gegenübers

Das kommt direkt von Dale Carnegie und einfacher wird es nicht. Wenn du kein soziales Fingerspitzengefühl hast, ist das deine goldene Regel. 

Ach ja noch etwas, versuche nicht zu raten was andere eventuell interessant finden könnten. Frag deinen Gegenüber, was er in letzter Zeit getrieben hat und was ihm dabei Spaß gemacht hat. Und dann sprich darüber. Das ist deine 80-20 Regel. Wenn du etwas über das Thema weist, werdet ihr durch diese Gemeinsamkeit beste Freunde. Wenn du nichts darüber weißt, auch gut, frage nach! Lass dir das Thema erklären und höre zu. Frage was dein Gegenüber besonders am Thema fasziniert und sei ein guter Zuhörer (siehe Punkt 2).

4. Habe drei gute Geschichten

Komiker sind nicht durch Zufall witzig. Sie sind nicht spontan. Sie haben ihren Auftritt eingeübt und perfektioniert! Du stolperst ja auch nicht unvorbereitet in ein Jobinterview und sagst was immer dir gerade so in den Kopf kommt. Habe daher immer (mindestens) drei gute Geschichten parat, die unterhaltsam, informativ oder einehmend sind (oder sogar alles gleichzeitig 😉 ).

Wir alle haben unsere persönlichen Lieblingsgeschichten. Die Geschichten, die du jedem erzählst und das immer wieder. Pep deine Geschichten auf und werde zu einem guten Geschichtenerzähler. Und wer liebt keine gute Geschichte, richtig?  

Dazu noch ein Tipp von Scott Adams: Menschen sind generell mehr an Geschichten über andere Menschen interessiert als an Geschichten über Dinge. Dramas, Tratsch und Reality-TV sind nicht ohne Grund erfolgreich. Wir alle finden andere Menschen und deren Verhalten faszinieret. Also höre auf über die neuen Features deines iPhones zu sprechen, sondern erzähle lieber über die umfassbar faszinierende Person, die du letztens erst getroffen hast.

Auch hier gilt: Hör auf langweilig zu sein! Ich habe einige Zeit lang auf die Frage, was ich mache, geantwortet:

“Ich bin bei Intelligent Traffic Systems … aber kurz gesagt, ich mache Ampeln!”

Das hat mir zwar das ein oder andere Lächeln oder sogar mal ein Lachen eingebracht, jedoch hat bislang keiner je nachgefragt und wollte mehr über das Thema wissen.

Würdest du gerne mehr über Ampeln erfahren? Klar! Das funktioniert super wenn ich nicht über meine Arbeit reden möchte, wenn die andere Person sich aber für mich interessieren soll, nicht umbedingt die beste Methode, oder?

Hätte ich gesagt: „Ich bin Lebensretter!” (ich weiß, übertrieben aber nicht so weit hergeholt 😉 ) oder “Ich sorge dafür, dass Autofahrer genügend Zeit im Auto haben, um in Ruhe ihre Emails zu lesen!” wäre die Wirkung schon eine andere. Also, denke dir was aus, sei kreativ und vor allem anders.

Bei NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren) nennt man so etwas Musterunterbrechung. Überrasche die Leute und bringe sie dazu nachzufragen:

Was? Was machst du?”     

5. Wo ist dein Charisma?

Es geht nicht um deine Wort, nicht darum was du sagst. Manche Menschen sind faszinierend, anziehend und begeistern, aber wenn man das Gesagte aufschreiben würde, wäre es wenig beeindruckend. Wenn du emotional sprichst (im Gegensatz zu informativ), sind deine einzelnen Wörter nur für 7% der Unterhaltung verantwortlich.

Sieben Prozent! Deine Stimme und Körpersprache sind viel wichtiger!

Eine häufig zitierte Studie (Mehrabian & Ferris, 1967) hat herausgefunden, dass von all den Informationen, die wir einer anderen Person vermitteln, wenn wir etwas emotionales sagen (im Gegensatz zum informativen), nur 7% die tatsächlichen Wörter umfassen, die wir benutzen. [The Heart of Social Psychology: A Backstage View of a Passionate Science].

Lache. Lächle. Sei engagiert. Gestikuliere. Und Spiele mit deiner Stimme. 

6. Sei an interessanten Orten

Du kannst den Ort mitbestimmen? Wähle etwas stimulierendes und aufregendes. Ob nun für ein Date oder ein Geschäftstreffen, die Umgebung ist wichtig. 

Im Allgemeinen sind wir sehr schlecht darin zu erkennen woher unsere Gefühle kommen. Nachforschungen haben ergeben, dass Gefühle, ausgelöst durch irgendeinen Stimulus, meist direkt mit der Person verknüpft werden, mit der wir unterwegs sind – auch wenn sie nicht der Auslöser für diese Gefühle ist. Warum sind Menschen so von Musikern fasziniert? Die Musik und die Masse erzeugt Emotionen – und wir assoziieren diese Gefühle mit der Band.

Warum passiert das? Dan Ariely ist der Meinung es hat etwas mit falschen zuordnen von Emotionen zu tun. “Manchmal haben wir Emotionen und wissen nicht woher diese kommen, also ordnen wir die Emotionen etwas zu was sinnig erscheint.” [MIT Behavioral Economist Dan Ariely].

In anderen Worten, wenn die Musik starke Gefühle in dir weckt, meinst du eventuell, dass du verliebt in den Frontmann bist.

7. Und am wichtigsten: Lebe ein interessantes Leben!

Erinnerst du dich an das Zitat aus Don Quijote: 

Wenn du ein Ritter sein willst, musst du wie ein Ritter handeln.

Wenn du nicht interessante Dinge liest, siehst, machst oder darüber nachdenkst, dann ist es unwahrscheinlich, dass du etwas interessantes zu sagen hast. Das heißt nicht, dass du nun teuer Hobbies brauchst. Und interessant liegt im Auge des Betrachters.

Verbringe mehr Zeit mit den interessantesten Leuten die du kennst. Deine Freunde, mit denen du die meiste Zeit verbringst, haben einen unglaublich großen Einfluss auf dein Handel und Denken – ob du willst oder nicht.

Das Longevity Project, in dem über 1.000 Menschen von Jugend bis zum Tod studiert wurden, schlussfolgert: Die Gruppe mit der du viel Zeit verbringst entscheidet darüber welche Person du wirst. In “The Start-up of You”, schreiben Reid Hoffman und Ben Casnocha darüber, dass der beste Weg, deine Fähigkeiten zu verbessern ist, Zeit mit Menschen zu verbringen, die bereits diese Fähigkeiten besitzen. 

Der beste und am verlässlichste Weg interessant auf andere zu wirken ist ein interessantes Leben zu führen. Dies zu verfolgen ist letztendlich auch viel lohnenswerter als “nur” einen guten Eindruck bei anderen zu hinterlassen.

Noch ein letzter Tipp:

Wenn du das nächste Mal zu einem gesellschaftlichen Event eingeladen bist, ob Party, Date, oder Geschäftstreffen, bereite dich vor.

Das klingt langweilig? Muss es nicht sein.

Wie bereiten wir uns auf eine Party vor?

Neben dem zeremoniellen Aussuchen der Kleidung höre ich noch laut Musik, die mich in die richtige Stimmung bringt (Ja ich singe auch). Ok, das ist nicht die 100% richtige Vorbereitung auf ein Networking-Treffen. Aber schau dir doch Stand-up Comedian an oder faszinierende TED Beiträge und schon hast du ein Thema über das du reden kannst. Und zwar meist eins, welches unterhaltsam, informativ oder einehmend ist … oder sogar alles gleichzeitig.

Was denkst du? Welche Personen sind für dich besonders interessant auf Veranstaltung?

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